Die besten HR-Recruiting Methoden

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Die besten HR-Recruiting Methoden

Der technologische Fortschritt hat die Art und Weise, wie Unternehmen rekrutieren, maßgeblich verändert. Durch die Verfügbarkeit verschiedener Tools, zum Beispiel für die Planung von Bewerbungsgesprächen und Videointerviews, hat sich der Einstellungsprozess weiterentwickelt. Bevor Unternehmen die Phase der Vorstellungsgespräche erreichen, müssen sie sich jedoch für gute Rekrutierungsmethoden entscheiden, um über einen besseren Bewerberpool verfügen zu können. Ansonsten müssen sie sich womöglich durch stapelweise Lebensläufe von Bewerbern wühlen, die nicht zu den verfügbaren Stellen oder der Unternehmenskultur passen. 

Die besten HR-Recruiting Methoden

Was sind Recruiting-Maßnahmen?

Recruiting ist eine der wichtigsten Unternehmensstrategien. Wenn Unternehmen die richtigen Personalbeschaffungsstrategien wählen, können sie qualifizierte Bewerber finden, Geld und Ausbildungszeit sparen und die Gefahr von erwerbsbezogenen Rechtsstreitigkeiten verringer. Die folgenden 9 Methoden bieten Ansätze, die auf der Suche nach der besten Recruiting-Strategie helfen können.   

1. Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter Programme

Mitarbeiterempfehlungen zählen zu den besten Recruiting-Strategien für Unternehmen. Bestehende Mitarbeiter kennen die Unternehmenskultur und empfehlen in der Regel nur passende Kandidaten. Werden Mitarbeiter in den Einstellungsprozess miteinbezogen, können sie offene Stellen mit Personen aus ihrem Netzwerk teilen. 

Ein gutes Mitarbeiterempfehlungsprogramm sollte jedoch mehr beinhalten als die bloße Bitte an Mitarbeiter, ihre Freunde zu einer Bewerbung zu motivieren. Stattdessen erleichtert eine Reihe von Automatisierungen, die nur digitale Mitarbeiterempfehlungsprogramme bieten,  den Verwaltungsaufwand für das Talent Acquisition Team sowie den Empfehlungsprozess für Mitarbeiter. 

Bei der Einführung eines solchen Programms ist Kommunikation von zentraler Bedeutung. Mitarbeiter müssen sich nämlich registrieren, um über neue, offene Stellen informiert zu werden. Sobald diese Hürde geschafft ist, können sie freie Positionen mit ihrem Netzwerk teilen. Personen, die aktiv oder passiv nach einer neuen Stelle suchen, werden darauf aufmerksam und bewerben sich. Mitarbeiter können den Recruitern zusätzliche Informationen geben und bleiben stets auf dem Laufenden, was den Status ihrer Empfehlung betrifft. 

2. Praktika

Wenn Unternehmen überlegen, welche Rekrutierungsmethoden sie einsetzen möchten, sollten sie auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, Praktikumsstellen anzubieten. Auf diese Weise haben sie die Chance, die Stärken der einzelnen Praktikanten kennenzulernen. Somit ist ein Praktikum mit einem langfristigen Bewerbungsprozess vergleichbar. Während des Praktikums können HR-Manager Praktikanten nach ihren Fähigkeiten beurteilen und möglicherweise Personen entdecken, die für zukünftige Stellen in Frage kämen. 

Ein gut geführtes Praktikumsprogramm kann eine ausgezeichnete Einstellungsstrategie für Unternehmen sein. Je nach vorausgesetzter Qualifikation können Unternehmen mit örtlichen Hochschulen und Universitäten in Kontakt treten, um Studierenden, die einen Abschluss im gewünschten Bereich anstreben, Praktika anzubieten. Eine Win-Win-Situation für beide. Unternehmen schaffen dadurch einen Pool an Praktikanten für zukünftige Jobs, und Studierende können wertvolle Erfahrungen für Ihre berufliche Laufbahn sammeln. 

3. Word-of-Mouth 

Eine Word-of-Mouth-Strategie, auch als Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt, eignet sich eher für große Marken, die täglich neue Bewerbungen erhalten. Diese Unternehmen sind etablierte Marken und gelten als Arbeitgeber erster Wahl. Sie müssen lediglich bekannt geben, dass sie neue Mitarbeiter einstellen und schon flattern zahlreiche Bewerbungen in ihren Posteingang. Auch weniger etablierte Unternehmen können bei der Personalbeschaffung unter Umständen von einer Word-of-Mouth-Strategie profitieren. Ist ein Unternehmen beispielsweise in einer Stadt ansässig, in der es der größte Arbeitgeber ist, kann diese Methode durchaus funktionieren. 

4. Recruiting Veranstaltungen

Für Unternehmen, die Ihren Recruiting-Radius erweitern möchten, kann die Teilnahme an Recruiting Events eine gute Möglichkeit sein, um zu netzwerken und geeignete Bewerber zu finden. Dazu zählen beispielsweise die Teilnahme an Jobmessen, Rekrutierungskampagnen an Hochschulen und Universitäten oder das Veranstalten von Tagen der offenen Tür. Allerdings können solche Events auch teuer sein. Deshalb sollte sich ein Unternehmen darüber im Klaren sein, welche Qualitäten und Fähigkeiten es in Bewerbern sucht, bevor es sich für die Teilnahme an Recruiting Veranstaltungen entscheidet. 

Eine weitere gute Möglichkeit, um qualifizierte Bewerber zu finden und gleichzeitig die Marke des Unternehmens zu bewerben ist ein sogenanntes Job-Shadowing-Programm. Bei dieser Methode aus den USA haben Bewerber die Möglichkeit, Mitarbeiter eine Zeit lang – wie ein Schatten – bei ihrem Job zu begleiten. Auf diese Weise bekommen potenzielle Kandidaten einen Einblick in den Berufsalltag und zugleich zeigt das Unternehmen, dass es an der Förderung von Talenten interessiert ist.   

Die besten HR-Recruiting Methoden

5. Social Media 

Unternehmen sollten soziale Medien in ihre Recruiting-Bemühungen miteinbeziehen. Laut  Glassdoor nutzen 79% der Arbeitssuchenden Social Media für ihre Suche nach passenden Stellen. Da so viele Bewerber soziale Netzwerke nach Jobs durchkämmen, ist es für Unternehmen sinnvoll, dorthin zu gehen, wo der Talente-Pool ist. Erfahren Sie mehr über die neueste Trends im Social-Media-Recruiting.

Neben LinkedIn, Twitter und Facebook gibt es viele weitere Social-Media-Seiten, die für die Personalbeschaffung in Frage kommen. Beispielsweise kann das Veröffentlichen von Subreddits auf Reddit eine gute Möglichkeit sein, um hochwertige Kandidaten zu erreichen. Unabhängig davon, welche Social Media Plattformen Unternehmen für ihr Recruiting nutzen, sollten sie darauf achten, ihre Rekrutierungsmaßnahmen auf die richtige Zielgruppe abzustimmen.

6. Bessere Stellenausschreibungen

Diversität am Arbeitsplatz zu fördern ist für viele HR-Experten eine Herausforderung. Um eine größere Vielfalt an Bewerbern anzulocken, sollten Unternehmen ihre Rekrutierungsmaßnahmen und die Sprache der Stellenausschreibungen überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Die Wortwahl in einer Stellenausschreibung kann bestimmte Gruppen davon abhalten, eine Bewerbung einzureichen. KI-Tools können bei der Überprüfung von Stellenausschreibungen hilfreich sein, um problematische Formulierungen zu erkennen, die Frauen, Minderheiten und andere Gruppen abschrecken könnten. Diese Tools können zahlreiche Dokumente scannen und vorhersagen, mit welchen Anzeigen die Zielgruppen am besten erreicht werden. 

7. Beachten Sie, dass Bewerber auch Unternehmen bewerten

Wenn Unternehmen darüber nachdenken, welche Rekrutierungsmethoden sie einsetzen sollen, müssen sie sich darüber im Klaren sein, dass Interviews und Screenings allen Beteiligten die Möglichkeit geben, sich gegenseitig zu bewerten. Für Unternehmen, die hochqualitative Bewerber für sich gewinnen möchten, ist es entscheidend, einen guten Eindruck bei den Kandidaten zu hinterlassen. Als Interviewer sollten Sie auf einen wertschätzenden Umgang achten und die Bewerber wissen lassen, dass Sie sich freuen mit ihnen zu sprechen. 

Um potenziellen Mitarbeitern positiv in Erinnerung zu bleiben, sollten Unternehmen folgende Dinge beachten: 

  • Respektieren Sie die Zeit der Bewerber und erscheinen Sie zum vereinbarten Termin. 
  • Seien Sie gastfreundlich und entgegenkommend. 
  • Teilen Sie die Kontaktinformationen des Gesprächspartners, falls die Bewerber irgendwelche Fragen oder Bedenken haben. 
  • Kontaktieren Sie jene Bewerber, die nicht ausgewählt wurden, auf freundliche und respektvolle Weise. 

8. Strukturierte Vorstellungsgespräche 

Strukturierte Interviews, bei denen allen Bewerber die gleichen, gewissenhaft recherchierten Fragen gestellt werden, lassen am besten erkennen, wie sich ein Bewerber bei der Arbeit verhalten könnte. Eine sorgfältige Auswahl der Interviewfragen kann den Personalverantwortlichen dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. 

Der Prozess sollte sich an Daten orientieren und immer wieder neu evaluiert werden, um die Eignung der Interviewfragen zu beurteilen. Auch das Löschen von Fragen, die sich bei der Bewerberauswahl als nicht hilfreich erwiesen haben, kann dazu beitragen, dass strukturierte Interviews zu noch besseren Prädiktoren werden. 

Stellt man allen Bewerbern die gleichen Fragen, sind ihre Antworten vergleichbar, wodurch HR-Manager feststellen können, welche Personen eher zu den Visionen und der Kultur des Unternehmens passen. Persönliche Vorstellungsgespräche können Unternehmen helfen zu verstehen, wie Bewerber sich ausdrücken. Manche Menschen fühlen sich in Interview-Situationen jedoch eher unwohl. Daher kann es passieren, dass Unternehmen unbewusst auf Talente verzichten, weil es ihnen schwer fällt, sich in einem Vorstellungsgespräch gut auszudrücken.  

9. Arbeitsproben 

Kurze Arbeitsproben können den Unternehmen dabei helfen, die Fähigkeiten der Bewerber zu beurteilen. So werden beispielsweise Content-Marketer häufig gebeten, schriftliche Aufgaben zu erledigen, damit sich die Unternehmen ein Bild von ihren Schreibfertigkeiten machen können. Mit Hilfe von Arbeitsproben können Personalmanager abschätzen, wie gut ein Bewerber seine potenziellen Aufgaben erledigen wird. Bei Kandidaten ohne Erfahrung sind sie aber möglicherweise nicht so effektiv. Hier muss die Lernfähigkeit des Bewerbers miteinbezogen werden, um vorherzusagen, ob er in der Lage sein wird, die Anforderungen des Unternehmens zu erfüllen. 

Die besten HR-Recruiting Methoden

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist Full-Lifecycle-Recruiting? 

Übersetzt bedeutet es “Rekrutierung über den gesamten Lebenszyklus”. Gemeint sind damit alle Phasen des Einstellungsprozesses, von der Identifizierung von Bewerbern über die Rekrutierung und das Vorstellungsgespräch bis hin zur Auswahl eines Kandidaten und der Unterbreitung eines Angebots. In vielen Unternehmen ist ein einziger HR-Manager für alle diese Schritte zuständig. In größeren Unternehmen können hingegen auch mehrere Personen beteiligt sein. 

2. Was sind die wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung von Recruiting-Strategien? 

Die Rekrutierungsstrategien sollten anhand der wichtigsten Leistungskennzahlen analysiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Zahl der qualifizierten Bewerber pro Stellenausschreibung, die Zeit bis zur Einstellung, die Einstellungsquelle, die Fluktuationsrate, die Kosten pro Einstellung und die Annahmequote von Angeboten. 

3. Welche internen Recruiting-Methoden gibt es?

Interne Rekrutierungsmethoden kommen zum Einsatz, wenn Unternehmen intern nach Kandidaten für die Besetzung einer offenen Stelle suchen. Dazu gehören folgende Möglichkeiten:

  • Versetzung
  • Beförderung
  • Interne Stellenausschreibungen 
  • Onboarding von freiberuflichen Mitarbeitern 
  • Empfehlungen von Mitarbeitern
  • Wiedereinstellung von Mitarbeitern im Ruhestand als Teilzeitkräfte

Es gibt nicht die eine Recruiting-Lösung, die für alle Unternehmen gleichermaßen geeignet ist. Je nach Unternehmensgröße und -kultur sowie Einstellungsbedarf müssen Unternehmen individuelle Lösungen für ihre Personalbeschaffung finden. Ein digitales Mitarbeiterempfehlungsprogramm bietet eine sehr kostengünstige und schnelle Möglichkeit, Kandidaten einzustellen, die zum Unternehmen passen. Erfahren Sie jetzt mehr darüber, wie Sie Mitarbeiterempfehlungen in Ihrem Unternehmen nutzen können. Jetzt Demo buchen!

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