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Arbeitgeberbewertungen: Von der Bewertungsplattformen zur Mitarbeiterempfehlung

Positive Arbeitgeberbewertungen und Mitarbeiterempfehlungen bilden den Grundstein für ein attraktives Employer Branding. Beide Aspekte sind im zeitgemäßen Recruiting nicht mehr wegzudenken. Wie Sie beide erfolgreich einsetzen, zeigt dieser Artikel.

Inhalte
Arbeitgeberbewertungen

Online-Bewertungsportale dienen der Orientierungshilfe für private und berufliche Entscheidungen. Früher waren es insbesondere Gastronomie Bewertungen. Heute zählen auch diverse Plattformen für Ärzte-, Rechtsanwälte-, oder Unternehmensbewertungen dazu.

Ein authentisches Unternehmensbild zeichnen

Bewerber erhalten dank Arbeitgeberbewertungen einen authentischen Einblick ins Unternehmen. Anders als bei Karrierewebseiten zeigen sie die Stimmen der (ehemaligen) Mitarbeiter, Praktikanten, Bewerber und Partner. Sie vermitteln mit ihrem direkten Erfahrungsschatz ein ehrliches Bild vom Arbeitsplatz.

Zu den grundlegenden Bewertungskriterien zählen:

  • Generelle Arbeitsatmosphäre
  • Gehaltsstruktur
  • Mitarbeiterführung und kollegialer Zusammenhalt
  • Qualität des Bewerbungs- und Personalmanagements
  • Soziale Leistungen und Gesundheitsmanagement
  • Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Relevanz von Bewertungsportalen für das Recruiting


Im Zuge des zunehmenden Fachkräftemangels haben qualifizierte Kandidaten oftmals die Wahl zwischen mehreren potenziellen Arbeitgebern. Sie vergleichen Unternehmen und deren Kultur auf Plattformen wie kununu, glassdoor & Co. Stimmen die persönlichen Werte mit den Unternehmenswerten überein, spricht man von Cultural Fit.

Die unternehmenseigene Webpräsenz ermöglicht erste Orientierung. Doch erlaubt erst das Feedback auf Bewertungsportalen einen authentischen Einblick in die Eigenheiten des Unternehmens. Für viele Bewerber tragen sie somit wesentlich zur finalen Entscheidungsfindung bei.

Zufriedene Mitarbeiter_Bewertung

Tipps, um bei Bewertungsportalen gut abzuschneiden

 

Tipp 1: Achten Sie auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit


Ein offenes Unternehmensklima mit Möglichkeit zur Weiterentwicklung freut und fördert Mitarbeiter. Sorgen Sie für faire Arbeitsbedingungen und eine flache Hierarchie mit einer Open-Door-Policy.

Bleiben Sie wertschätzend. Auch im Falle einer Kündigung. So vermeiden Sie Rache-Postings im Netz. Unmotivierte Mitarbeiter zerstören ganze Teams. Gehen Sie daher im Guten mit Mitarbeitern auseinander.

Bei machen Plattformen lässt sich auch der Bewerbungsprozess bewerten. Bieten Sie Bewerbern einen kurzen und transparenten Bewerbungsprozess. Begegnen Sie den Bewerbern mit Respekt, auch bei Absagen. Dies kann nur von Vorteil sein.

Tipp 2: Nutzen Sie das Feedback für Optimierungen


Üblicherweise erfolgt die Bewertung anonym mithilfe von Sternen oder Punkten. Einzelne Aspekte lassen sich meist durch individuelle Kommentare ergänzen. Nutzen Sie diese Meldungen als konstruktives Feedback für zukünftige Optimierungen.

Stellen Sie mit dem erhaltenen Feedback Verbesserungen an. Erhalten Sie z.B. mehrmals die Rückmeldung “der Bewerbungsprozess dauerte zu lange”. Dann wissen Sie nun woran Sie und Ihr Team arbeiten müssen.

Social media Dialog

Tipp 3: Suchen Sie den Dialog


Treten Sie mit den Kommentatoren in Kontakt. Stellen Sie Falschmeldungen richtig. Oft zeigt sich durch ehrliches Antworten auf das Feedback die Einstellung und Arbeitsweise des Unternehmens.

Gibt es eine Fehlerkultur? Wie wird mit neuen Mitarbeitern umgegangen? Wie gestaltete sich der Bewerbungsprozess? Dies sind alles Indikatoren die Rückschlüsse auf einen guten Arbeitgeber liefern. Zudem können Sie das eigene Selbstbild mit dem vorhanden Fremdbilder abgleichen.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit derartige Plattformen für Ihr Employer Branding zu nutzen. Unternehmensprofile mit Bildern, wichtigen Informationen und Videos können ein positives Erscheinungsbild erzeugen.

Tipp 4: Erweitern Sie Ihre Netzwerk


Eine größtmögliche Anzahl an Bewertungen sorgt für eine steigende Aussagekraft. Um den Bewertungspool kontinuierlich zu erweitern, sollte der Fokus deshalb nicht alleine auf den Mitarbeiter liegen.

Praktikanten, Bewerber oder auch Partner können Bewertungen abgeben. Laden Sie sie aktiv dazu ein. Dadurch lernen Ihre Besucher der Plattform aus allen Perspektiven Ihr Unternehmen kennen.

Tipp 5: Nutzen Sie Empfehlungen auch für andere Kanäle


Positives Mitarbeiterfeedback ist ein zentraler Kern eines erfolgreichen Employer Brandings. Dies wird durch eine kürzlich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) veröffentlichten Studie belegt. So geht ein Großteil der erfolgreichen Neueinstellungen auf Mitarbeiterempfehlungen zurück. Sprechen Sie zufriedene Mitarbeiter aktiv an und motivieren Sie sie zu einer Bewertung.

Nutzen Sie Bewertungen auch für andere Kommunikationskanäle (z.B. Social Media, Mitarbeiterempfehlungsprogramme, Webseite). Dadurch erhöhen Sie die Empfangsreichweite und verfestigen ihre Arbeitgebermarke mit authentischen Stimmen.

Erfahren Sie mehr zu Mitarbeiterempfehlungen unserem 10 Schritte Guide “Von der Implementierung eines erfolgreichen Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter Programms”.

Tipp 6: Keine Panik vor schlechten Bewertungen


Sie beherzigen alle Tipps und es schleichen sich immer noch negative Bewertungen ein? Kein Grund zur Panik. There is no such thing as bad publicity. Sie werden negative Meldungen nie komplett vermeiden.

Menschen tendieren dazu, negative eher als positive Erfahrungen zu teilen. Zufriedene Mitarbeiter sehen vielleicht gar nicht den Anlass ihren Arbeitsalltag zu teilen.

Darüber hinaus nutzen Online-Bewertungen viele Menschen und ist gängige Praxis. Sie sind gewohnt ein gesundes Mittelmaß aus der Summe der Meldungen zu ziehen. Verbessern Sie Bereiche oder Aktivitäten auf die Sie Einfluss haben und konzentrieren Sie sich nicht ausschließlich auf das Schlechte.

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