apostolos-vamvouras-COrknuN5d2w-unsplash

Zieht „Lohnarbeit im Minirock“ die nötigen Talente an?

Gastbeitrag:

Steffen Michel, Geschäftsführender Gesellschafter von MHM HR 

Kicker und Home Office machen noch kein „New Work“, mit dem Unternehmen interessante Arbeitgeber für die Millennials und Generation Z werden. Damit junge Talente wirklich kommen und bleiben, spielen die Basics im Recruiting eine entscheidende Rolle.

Mit dem Schlagwort New Work beschrieb Frithjof Bergmann in den Achtzigern ein neues Konzept der Arbeit. In diesem agieren Mitarbeiter selbstbestimmt und bringen ihre Persönlichkeit in die Teamarbeit ein. Im besten Fall begreifen sie ihre Arbeit als Berufung. 

Wie weit weg New Work für viele Unternehmen noch ist, macht der Report „Working Better Together“ der dänischen Firma Peakon klar. Demnach sind die Millennials, Arbeitnehmer zwischen 25 und 39 Jahren, unzufrieden. Für sie stimmen weder Bezahlung, Sinn noch Work-Life-Balance, weshalb ihre Loyalität schwindet. Unter den Verdacht mangelnder Loyalität gerät die Generation Z erst gar nicht. Sie will viel bekommen, aber dafür nicht viel leisten müssen, heißt es oft. Freundlicher ausgedrückt: Junge Menschen schauen sich genau an, für wen sie arbeiten wollen.

Das heißt für Unternehmen: Um Talente zu finden, zu rekrutieren und zu binden, sind Arbeiten am Fundament angesagt. Das betrifft auch den Bewerbungsprozess.

Intelligentes Rekrutieren

Ein intelligentes Bewerbermanagement-System ist das Rückgrat des Recruitings. Es bildet von der Stellenausschreibung und dem Eingang der Unterlagen über die Vorstellungsgespräche bis hin zur Einstellung den gesamten Prozess digital ab. Dadurch haben die Personaler immer im Blick, in welchem Stadium sich eine Bewerbung befindet. Abstimmungen verkürzen sich, Bewerber erhalten schneller Rückmeldung.

Um das „Sehen und Gesehen werden“ kümmert sich, plakativ gesagt, Google. „Google for Jobs“ spielt Stellenanzeigen genau auf die Zielgruppe abgestimmt aus. Diese Chance können Unternehmen nutzen, indem sie ihre Vakanzen auf Stellenbörsen veröffentlichen, die mit Google zusammenarbeiten. Oder sie optimieren ihre eigenen Karriere-Seiten und Stellenangebote so, dass sie von der Suchmaschine indexiert werden und möglichst weit oben ranken. An der Stelle spielt eine Bewerbermanagement-Software wie MHMeRECRUITING mit Multiposting-Funktion ihre Stärke aus, die überdies für Google for Jobs optimiert ist.

Ist dann das Interesse geweckt und der potenzielle Kandidat betritt die Unternehmensseite, müssen ihn die firmeneigenen Karriereseiten im Inhalt und Corporate Design überzeugen, damit er nicht wieder abspringt.

In der Praxis setzen sich vermehrt psychologische Testverfahren durch, die sich in einer ausgereiften E-Recruiting-Lösung einbinden lassen. Aus dem System heraus erhalten die Bewerber einen Online-Link zu einem Test, um kognitive, persönlichkeitsbezogene oder berufsspezifische Fähigkeiten zu beweisen. Diese Tests ersetzen weder ein Vorstellungsgespräch noch einen Recruiter. Sie sind vielmehr ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zum richtigen Mitarbeiter.
Außerdem Teil des Systems: eine Schnittstelle für ein Mitarbeiter-Empfehlungsprogramm. Denn jeder Mitarbeiter kennt jemanden, der fachlich und sozial für die Stelle geeignet wäre. Davon profitieren alle Beteiligten: Die Angesprochenen erhalten authentische Einblicke, was sie in ihrem neuen Job erwartet. Die Empfehler bekommen Geld- oder Sachboni. Und das Unternehmen stellt Mitarbeiter ein, die im Schnitt 25 Prozent länger bleiben, wie die Firstbird-Studie herausfand.

Versprechen und Mitarbeiter halten

Die Babyboomer machen allmählich Platz für die nachrückenden Millennials und die Generation Z. Diese sind nicht nur offen für New Work, sondern fordern den Ansatz ein. Was aus seiner Ursprungsidee wurde, beschrieb New-Work-Erfinder Frithjof Bergmann gegenüber dem Handelsblatt so: „Man kann auch sagen: Es ist Lohnarbeit im Minirock.“ Viele Unternehmen stellen eine aus seiner Sicht veraltete Form der Arbeit als „attraktiver, sympathischer und netter“ dar. Um jedoch Talente anzuziehen, zu fördern und zu binden, ist mehr gefragt als die Aussicht auf Kickerturniere und Home Office. Es ist das Versprechen einer Unternehmenskultur, die ein inspirierendes Arbeitsumfeld mit flexiblen Arbeitszeiten sowie Aufstiegs- und Selbstverwirklichungschancen bietet.

Wollen Sie mehr über Firstbird erfahren?

Kontakt aufnehmen

Scroll to Top
Logo-negativ
Nachricht wurde gesendet
Wir melden uns in Kürze