Was sind passiv Jobsuchende?

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung für Unternehmen. Deshalb lohnt es sich, passiv Jobsuchende anzusprechen. Doch die normalen Recruiting-Kanäle reichen dafür nicht aus.
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Glossar - Was sind passiv Jobsuchende

Über die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (54 Prozent) rechnen mit einem Fachkräfteengpass im Jahr 2021. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Der Fachkräftemangel verliert demnach auch in Zukunft nicht an Bedeutung.

Aktiv oder passiv Jobsuchende: Was ist der Unterschied?

Aktiv Jobsuchende haben die Entscheidung gefällt, das Unternehmen zu wechseln. Die Gründe können unterschiedlich sein. Doch das Ergebnis ist das gleiche: Aktiv Jobsuchende machen sich auf die Suche nach Stellenangeboten, die sie für interessant halten. Rund die Hälfte aller aktiv Jobsuchenden beginnt die Suche auf Google. Im Anschluss durchforsten sie die bekanntesten Stellenbörsen und Jobportale. Wer konkrete Jobvorstellungen hat, sucht auch direkt auf der Karriereseite des jeweiligen Unternehmens.

Passive Jobsuchende verhalten sich anders. Sie treffen keine bewusste Entscheidung, ihr Unternehmen zu verlassen. Deshalb gehen sie nicht aktiv auf die Suche. Stolpern sie jedoch über ein interessantes Jobangebot, ist die Wechselwilligkeit oft groß. Die Kunst ist also, die passiv Jobsuchenden an der richtigen Stelle abzupassen. 

Wenn jemand nicht aktiv nach einem neuen Job sucht, bedeutet das nicht unbedingt, dass er zufrieden ist: Einer Gallup Studie zufolge hat jeder sechste Angestellte bereits innerlich gekündigt. In etwa zwei Drittel fühlen sich emotional nicht mit ihrem Unternehmen verbunden. Passiv Jobsuchende zu erreichen birgt also großes Potenzial.

Dieses Potenzial steckt im passiven Arbeitsmarkt

Etwa elf Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind mit ihrem Job unzufrieden oder wenig zufrieden. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2017 hervor.

Andere Studien kommen auf höhere Werte. Die ManpowerGroup etwa ermittelte in einer Befragung von über 1.000 Beschäftigten, dass rund 48 Prozent nicht zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen sind. 19 Prozent der Befragten wünschen sich eine Position mit besserer Bezahlung. Auch wenn nicht alle dieser Angestellten aktiv nach einem anderen Job suchen, haben interessante Stellenangebote doch einen Anknüpfpunkt. Wenn Unternehmen es geschickt angehen, können sie qualifizierte Arbeitskräfte zu einem Wechsel bewegen.

So finden Firmen passiv Jobsuchende

Die erfolgreichsten Kanäle, um passiv Jobsuchende zu erreichen, sind Mitarbeiterempfehlungen und Social Media.

Soziale Medien

Rund fünf Stunden verbringen Deutsche täglich im Schnitt auf Social Media. Platzieren Unternehmen Werbung für offene Stellen in sozialen Medien, erreichen sie dadurch genau die Zielgruppe der passiv Jobsuchenden. Je nach Alters- und Zielgruppe lohnt sich das Social Recruiting eher auf Facebook, Instagram oder Snapchat. Manche Kandidaten können Firmen auch via Twitter, TikTok oder Twitch ansprechen.

Mitarbeiterempfehlungen

Mitarbeiterempfehlungen eignen sich deshalb so gut, weil Bekannte oder Freunde den Job an die passiv Jobsuchenden herantragen. Die Bereitschaft, sich intensiver mit dieser Möglichkeit auseinanderzusetzen, ist dadurch deutlich größer. Mundpropaganda ist bekanntlich die effektivste Art des Marketings. 

Freunde und Bekannte beschreiben das Unternehmen ehrlich und ohne versteckte Agenda. Wenn Unternehmen noch kein eigenes Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm haben, wird es höchste Zeit es zu etablieren. Es empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Spezialisten auf dem Gebiet. Firstbird beispielsweise vermittelt seit Jahren erfolgreich Talente an namhafte Unternehmen wie arvato Bertelsmann, Ravensburger oder Generali Versicherungen. Der Recruiting-Spezialist bietet nicht nur das nötige Wissen, sondern auch die technische Umsetzung. 

Firmen schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits etablieren sie ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm. Gleichzeitig erreichen sie die sozialen Medien. Denn das Programm von Firstbird ermöglicht es, Stellenangebote automatisch in allen wichtigen sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Die Mitarbeiter selbst publizieren sie zudem in ihrem Freundeskreis und geben der Stellenausschreibung damit ein anderes Gewicht als herkömmliche Werbeanzeigen.

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Firmen erreichen mit einem Bring-a-friend-Programm also soziale Netzwerke und stärken gleichzeitig ihr Employer Branding. Sie können das Programm in ihre Seite einbinden, aber auch als App anbieten. Die Software von Firstbird wickelt auch das Reporting und das Prämiensystem für die Mitarbeiter mühelos ab.

Empfehlung: Stellengesuche auf Zielgruppe zuschneiden

Je genauer Firmen wissen, wonach sie suchen, desto besser die Stellenausschreibung. Wer seine Zielgruppe kennt, kann diese gezielt ansprechen – und das im Idealfall kreativ. Ein Best-Practice-Beispiel dafür ist eine Stellenausschreibung von Google: {first 10-digit prime found in consecutive digits of e}.com stand auf einem Plakat am Highway 101 in Francisco Bay. Nur speziell ausgebildete Programmierer, die neugierig genug waren, fanden die Antwort. Sie kamen damit auf die Webseite 7427466391.com, die ihnen ein weiteres Rätsel stellte. Erst wer auch diese Aufgabe lösen konnte, erhielt eine E-Mail-Adresse, an die er seinen Lebenslauf senden konnte. 

Eine Kampagne wie diese eignet sich hervorragend für soziale Medien und Mitarbeiterempfehlungsprogramme. Diese Art des Recruitings wirft das beste Licht auf ein Unternehmen und zieht gleichzeitig nur jene Kandidaten an, die sich optimal für die Position eignen.

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