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Die 7 wichtigsten HR Trends 2021: So sieht die neue Recruiting-Realität aus

2020 hat unsere Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Auch Entscheider im HR-Bereich sind herausgefordert. Wer den Blick auf die Trends des Jahres 2021 hat, bleibt weiterhin am Ball.
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Die 7 wichtigsten HR Trends 2021

Der Umbruch durch die Corona-Pandemie hat die traditionelle Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Digitale Prozesse wurden vielerorts zwangs eingeläutet. In der Folge entweder begeistert begrüßt oder mit solider Skepsis aufgenommen. Welche Bedeutung hat das nun für das Jahr 2021 – insbesondere im HR Bereich? Welche Wege der Mitarbeitergewinnung werden sich einbürgern? Im Moment kann man in vielen Bereichen noch spekulieren, aber einige HR Trends könnten sich verfestigen.

1. Neue Recruitingkanäle

Fest steht: Stellenanzeigen schalten, auf Xing nach potenziellen neuen Kontakten suchen oder bei halb formellen Anlässen wie einem Business Frühstück nach potenziellen Mitarbeitern schauen – all das wird es weiterhin geben. 

Viele Entscheider sollten sich aber fragen: Erreichen Sie über diese Wege alle möglichen Bewerber? Gerade internationale Zielgruppen werden es nicht akzeptieren, dass sie für ein Bewerbungsgespräch weite Anreisewege in Kauf nehmen müssen. Hier sollte in jedem Fall nachgebessert werden. 

Welches Unternehmen jetzt noch kein HR Social Media Team aufgebaut hat: Spätestens 2021 wird es Zeit dafür. Die deutliche Mehrheit der HR Experten sucht hier nach neuen Mitarbeitern. Hier gilt es daher am Ball zu bleiben, wenn man nicht den Anschluss verlieren möchte.

Und warum nicht einmal ganz neue Wege gehen? Als HR-Experte sollte man dabei der eigenen Erfahrung vertrauen: Man selbst kennt auch viele andere Menschen aus dem Personalbereich. Dann liegt es nicht fern, dass es einem Softwareentwickler nicht anders geht. 

Daher: Wer so eine offene Stelle besetzen möchte, kann zum Beispiel eine Möglichkeit schaffen, dass Mitarbeiter einem selbst Vorschläge machen. Als Dank erhalten sie für  ihre Mitarbeiterempfehlung eine Prämie. Großer Vorteil: Kaum jemand rekrutiert aus dem Freundeskreis, wenn er längere Zeit mit dem Neuen zusammenarbeiten möchte. Dafür haben etablierte Mitarbeiter oftmals ein Gespür, wer zum Unternehmen passt und umgekehrt (Cultural fit).

2. Remote/Hybrid Modelle

Ohne Remote-Lösungen ist der Arbeitsalltag 2021 nicht mehr vorstellbar. Kein Unternehmen kann es sich leisten, seine Mitarbeiter ohne Home Office Anbindung zu belassen. Fest definiert sind Home Office oder Hybrid Modelle übrigens nicht: Letztlich bedeutet es nur, dass ein Beschäftigter auch zu Hause, im Ferienhaus oder im Café arbeiten kann. 

Berücksichtigen sollte man: Es gibt kaum Menschen, die dauerhaft remote arbeiten möchten. Viele schätzen auch den persönlichen Austausch mit den Kollegen im Büro oder der Kantine. 

Für den HR-Bereich bedeutet das: Zeigen Sie die Remote-Chancen im Arbeitsalltag auf, machen Sie sie aber nicht zum Standard. Im Recruitingprozess sollte Sie aber nachbessern, wenn noch nicht geschehen. Gerade in Pandemie-Zeiten begrüßen es Bewerber, wenn das Gespräch per Videokonferenz stattfinden kann. Falls nicht: Vielleicht kann ja zumindest der Onboarding-Prozess per remote gewährleistet werden?

3. Mitarbeitermotivation und Bindung auf Distanz

Viele Personaler fragen sich in Home Office: Wie bleibt mein Mitarbeiter zufrieden, wie bleibt unser Team zusammen? Denn nichts schadet Teams so wie unmotivierte Mitglieder. Geht wirksame Mitarbeiterbindung aus der Ferne überhaupt? Das wird sich gerade 2021 zeigen. Wenn Home Office Lösungen ihr erstes Jahr hinter sich haben und Beschäftigte merken, dass die Verbundenheit mit den Kollegen schwindet.

Dieses Jahr wird daher prägen, wie Führungskräfte es überzeugend schaffen, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen. Denn gerade traditionelle Benefits wie der klassische Obstkorb im Büro bringen den Menschen mit Remote-Zugang nichts. Aber was spricht dagegen, den Kollegen eine Obstlieferung nach Haus zu senden? 

Vielleicht nutzen Sie die Wochenkonferenz auch einmal für eine After-Work-Zusammenkunft. Auch diese digitalen get-togethers lassen sich übrigens für Recruiting nutzen, wenn Sie beispielsweise ein Programm für Mitarbeiterempfehlung vorstellen. In allen Fällen ist Kreativität gefragt, so weit sie sich natürlich mit den Unternehmensprinzipien vereinbaren lässt.

4. Führung im Homeoffice

Personalführung aus der Ferne oder auch Distance Leadership ist gerade auf Managementebene das Trendthema 2021. Internationale Unternehmen haben einen Vorsprung, weil ihre Struktur schon Home Office Teams ähnelt. Wie schaffe ich den Spagat zwischen Vertrauen und Kontrolle? 

Viele Führungskräfte klagen über Herausforderungen. Auch potenzielle Kandidaten werden diese Fragen aufwerfen. Ohne regelmäßigen Austausch geht es nicht. Vielleicht lohnt es sich Software für Zeiterfassung oder -management? Man sollte aber aufpassen: Alles, was die Kontrolle in den Vordergrund stellt, gilt unter Experten als vertrauenstorpedierend oder auch schwer durchzusetzen.

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5. Gig Economy als Alternative zur Festanstellung

Kleine oder größere Projekte über eine Plattform ausschreiben und einmalig bezahlen, dieser Trend wird auch dieses Jahr prägen. Weil durch die Corona-Pandemie viele Unternehmen vorsichtig bei Stellenausschreibungen waren, gewinnt die Gig Economy deutlich an Bedeutung hinzu.

Der Trend kommt aus den USA, wo bereits ein Drittel der Arbeitnehmer über Plattformen wie Fiverr ihre Dienstleistungen offeriert. Für Deutschland gibt es noch keine Erhebungen, hier kann also nur gemutmaßt werden. 

Selbst fürs längerfristige Recruiting bieten sich Chancen: Wer über einen längeren Zeitraum zuverlässig Aufträge erfüllt, kommt sicher für eine Festanstellung in Betracht. Das Modell hilft daher, die Fähigkeiten potenziell guter Mitarbeiter schon im Vorfeld des Recruiting Prozesses zu analysieren. Besonders nachgefragt sind zum Beispiel Entwicklungen im Bereich der Programmierung. Die Aufgaben lassen sich dank des technischen Fortschrittes nahezu überall erledigen. 

6. Nachhaltigkeit im Fokus

Eigentlich mittlerweile unvorstellbar: Ein Unternehmen, das Nachhaltigkeit und Umweltschutz nicht als Leitlinie definiert oder zumindest authentisch im Blick hat. Bei den meisten Mitarbeitern wird man da auf viel Akzeptanz stoßen und sogar punkten, wenn Sustainability nicht nur ein verklausuliertes Sparprogramm ist.

Wer den Dienstwagen streicht, sollte daher eine Alternative wie ein privat nutzbares Jahresticket für den Nahverkehr anbieten. Der Verweis auf eine bessere Klimabilanz überzeugt fast jeden. Wie immer sollte die Nachhaltigkeit aber auf einem Konzept basieren.

7. Prozessoptimierung im HR Bereich

Es reicht nicht aus, eine bestimmte Software für die Lohnabrechnung einzusetzen. Vielleicht gibt es ja längst eine effektivere und günstige Software. Möglicherweise sogar im open source Format. Wenn gleichzeitig Unterlagen für interne Seminare in Aktenordnern aufbewahrt werden, ist es Zeit für eine Überprüfung. Nur wer seine vermeintlich altbewährten Prozesse immer wieder auf den Prüfstand stellt, bleibt erfolgreich.

Digitalisierung durch Pandemie bietet Chancen

Festzuhalten bleibt: 2020 hat den HR Bereich mehr gefordert als andere Jahre. In 2021 ist daher noch mehr Flexibilität und Kreativität gefragt, um sich für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen. Einen Vorteil hat die Pandemie allerdings gebracht: Durch die „Zwangsdigitalisierung“ mit Home Office und Co. ist die Tür für Innovationen dauerhaft geöffnet.

Sie sind interessiert ein digitales Mitarbeiterempfehlungsprogramm einzuführen und wollen sich von analogen Prozessen verabschieden. Lernen Sie Firstbird in einer Demo kennen. 

 

 

 

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