Mitarbeiterprämien im Recruiting: Was ist der Unterschied zwischen Sach- und Geldprämie?

Prämie ist nicht gleich Prämie. Sachprämien motivieren Mitarbeiter erwiesenermaßen mehr als Geldprämien. Trotzdem spielen beide Formen der Belohnung eine große Rolle im Recruiting: Sie sorgen dafür, dass Mitarbeiter die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.
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Mitarbeiterprämien im Recruiting: Was ist der Unterschied zwischen Sach- und Geldprämie?

Was sind Prämien im Recruiting?

Prämien sind Belohnungen im Rahmen von Empfehlungs-Programmen. Aufgrund des Fachkräftemangels sind fähige Mitarbeiter in manchen Branchen Gold wert. Viele Firmen vertrauen deshalb auf Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme:

Mitarbeiter empfehlen für offene Stellen Freunde und Bekannte, die sie für geeignet halten. Ist die Vermittlung erfolgreich, zahlen Unternehmen Sach- oder Geldprämien. Was auf den ersten Blick kostspielig klingt, hat für Unternehmen nur Vorteile: Empfohlene Kandidaten bleiben nachweislich länger im Unternehmen. 

Sie identifizieren sich stärker mit Werten und Zielen der Firmen. Von der Bewerbung bis zur Einstellung vergeht weniger Zeit als bei Bewerbern über klassische Kanäle. Das spart Firmen Geld und Zeit. Daher besetzen Firmen in Deutschland im Schnitt bereits 30 Prozent der Stellen mit empfohlenen Kandidaten.

Was bringen Prämien im Recruiting?

Prämien motivieren Angestellte eines Unternehmens, Freunde und Bekannte weiterzuempfehlen. Sie dienen im Recruiting also dazu, Empfehlungen von Mitarbeitern zu erhalten. Denn es gilt die Faustregel: Gute Leute kennen gute Leute. Wenn fähige, motivierte Mitarbeiter jemanden an das Unternehmen empfehlen, passt der Kandidat in der Regel gut. Firmen sparen sich dadurch hohe Kosten für professionelle Headhunter oder andere Personalvermittler.

Vorteile von Sach- und Geldprämien

In der Regel schätzen Mitarbeiter Geldprämien sehr. Der Verwendungszweck ist frei, sie können mit dem Geld kaufen, was sie möchten. Trotzdem hat die Geldprämie auch Nachteile: Mitarbeiter müssen sie versteuern, weshalb vom anfänglich versprochenen Betrag weniger übrig bleibt. Oftmals verwenden Angestellte eine Geldprämie für ohnehin nötige Anschaffungen. In manchen Fällen verliert diese Art der Belohnung damit den Hauch des Besonderen.

Mit einer Sachprämie hingegen leisten sich Angestellte manchmal Dinge, die sie sich sonst nicht gönnen würden. Dadurch ist diese Art der Gegenleistung oftmals emotionaler und positiv besetzt. Eine Sachprämie behält außerdem ihren Wert. Denn bestimmte Beträge pro Jahr sind – innerhalb der Freigrenzen und Freibeträge – steuerbefreit.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Studie der University of Chicago von Scott Jeffrey. Dabei untersuchte Jeffrey die Effekte von Geld- und Sachprämien auf die Leistung von Mitarbeitern. Die Kontrollgruppe erhielt lediglich ein „Danke“ für die erfolgreiche Vermittlung. Die Geldprämie schnitt deutlich besser ab als die „Danke“ -Gruppe. Mitarbeiter steigerten ihre Leistung um 14,6 Prozent, nachdem sie eine Geldprämie erhalten hatten. 

Trotzdem war die Sachprämie der wahre Gewinner: Sie erbrachte um 38,6 Prozent mehr Leistung als die Kontrollgruppe. Die Steigerung lag damit mehr als doppelt so hoch als bei der Geldprämie.

Mitarbeiterprämien im Recruiting: Was ist der Unterschied zwischen Sach- und Geldprämie?

Vergütung und Wertschätzung von Mitarbeiterempfehlungen

Wertschätzung spielt eine große Rolle dabei, wie zufrieden Mitarbeiter mit ihrem Job sind. Einer Studie der ManpowerGroup ergab, dass über 90 Prozent der Mitarbeiter sich regelmäßiges und ehrliches Feedback wünschen. Zudem erachten sie es für wichtig, wenn Chefs ehrliches Interesse an ihnen als Menschen zeigen. Die Wertschätzung auszusprechen ist ebenfalls für mehr als 90 Prozent der Befragten ein wichtiger Faktor.

Wertschätzung ist mehr als Lob. Denn Lob erfolgt meist spontan in Bezug auf eine konkrete berufliche Leistung. Wertschätzung ist eine dauerhaft spürbare Haltung den Mitarbeitern gegenüber.

Mitarbeiterempfehlungen sind wichtig für das Unternehmen. Das sollten Firmen ihren Angestellten zeigen. Deshalb sind Sach- und Geldprämien bei einer erfolgreichen Vermittlung so entscheidend. Sie unterstreichen die Wertschätzung. Mitarbeiter merken, dass das Unternehmen ihnen vertraut und ihre Meinung wichtig ist.

Beispiele für Prämien

Die Prämien für eine erfolgreiche Vermittlung unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen. Auch die Branche spielt eine große Rolle. Denn nicht in allen Bereichen ist der Fachkräftemängel gleich stark zu spüren.

Geldprämien

Für die Empfehlung eines Akademikers mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung erhalten Angestellte zwischen 250 und 6.000 Euro. Das geht aus einer Studie der Uni Furtwangen hervor, über die das Handelsblatt berichtet. Große Namen wie etwa Ernst & Young vertrauen ebenfalls auf Empfehlungsprogramme und nehmen als Belohnung viel Geld in die Hand. Bis zu 10.000 Euro erhalten Mitarbeiter für eine erfolgreiche Vermittlung. 

Im Vergleich dazu kostet ein Personalvermittler deutlich mehr: Im Schnitt berechnen professionelle Recruiter etwa ein Drittel des Jahresgehalts eines Kandidaten. Adidas zahlt rund 1.000 Euro pro Empfehlung zuzüglich von Sachprämien.

Sachprämien

Das Unternehmen Adidas belohnt Mitarbeiter für eine erfolgreiche Vermittlung zeitweise mit einem Motorroller. Randstad spendierte neben Geldprämien auch Luxusreisen mit geschätztem Wert von 4.500 Euro. Der erfahrene Branchenexperte Firstbird hilft Unternehmen, Empfehlunsprogramme zu etablieren. Firstbird setzt neben Geldprämien auch auf Sachprämien: Für jede Empfehlung oder Job-Ansicht erhalten Mitarbeiter Münzen. Diese können sie im Prämienshop einlösen.

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Wie sinnvoll ein solches Punktesystem ist, zeigt eine Untersuchung von Tom Gravalos bei Goodyear. Er teilte Reifenhändler in zwei Gruppen: Die einen erhielten Geld, die anderen Punkte für einen Prämienshop im gleichen Gegenwert. Das Ergebnis: Wer Punkte erhielt, erzielte 46 Prozent mehr Umsatz als die Gruppe mit der Geldprämie.

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Sachprämien steigern die Leistung deutlich

Gute Mitarbeiter sind ausschlaggebend für den Firmenerfolg. Die Mitarbeiterempfehlung ist eine schnelle und nachhaltige Methode, fähige Angestellte zu gewinnen. Wer bestehende Mitarbeiter entsprechend für die Empfehlungen entlohnt, steigert deren Motivation. Fast wie nebenbei verbessert sich dadurch auch die Arbeitsatmosphäre.

Wer die Wahl hat, setzt im Idealfall auf Sachprämien. Denn sie steigern Motivation und Leistungsfähigkeit noch deutlicher als Geldprämien. Statt zu versuchen, das Rad neu zu erfinden, setzen Firmen bestenfalls auf erfahrene Branchenexperten wie Firstbird. 

Gerade bei der Erstellung eines Prämienshops sollten Firmen einiges beachten. Firstbird steht Unternehmen deshalb gerne beratend zur Seite und stellt die entsprechende Software zur Verfügung.

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